Reisebericht – Russland Sibirien Jennisej Tuwa
August 5, 2007
so, geflogen sind wir von berlin nach moskau, flug war okay und dann wurden wir von unseren freunden abgeholt und sind zum anderen terminal gefahren, wo in einigen stunden unser flieger nach krasnojarsk gehen sollten. haben dann ein picknick aufa wiese gemacht, mit vodka usw. war ganz lustig. ^^ dann abends in den flieger nach Kras. ggn 9 los mit der tupolew154 um dann um 6 oder in kras zu sein. saßen zum glück am notausgang, wegen beinfreiheit. hab die ganze nacht gelesen und nur kurz geschlafen. wegn der flugroute konnte man über den wolkn die sonne lange untergehn sehn und dann gleich wieder aufgehen. auch was nettes. in Kras erstmal in hotel. also durch die stadt, durchs industriegebiet und dann in ein gebäude neben dem sägewerk. die zimmer sollten sich aber als die besten auf der ganze reise rausstellen und zu dem gab es 2 bäder mit warmen wasser – durchgehend. jetlag, alle waren platt und haben in einer affenhitze erstmal versucht zu schlafen. danach sehr schnelle stadtrundfahrt in einer weniger schicken 900k einwohner stadt. am nächsten tag sollte es früh zum hafen gehen damit wir mit einem boot nach jennisejsk fahren können. das boot war aus wismar und wurde ´54 gebaut. aber war ganz i.o und es sollte ein sehr schöner tag werdn. 16std auf dem jennisej – herrlich. sonne, sonnen, lesen, ein zwei bier, was will man mehr. geile landschaft, aber ads ist klar, in sibirien.
die nächsten 3 nächte waren wir dann in einem “fischercamp” untergebracht. war wirklich sehr schön, nette hausfrau, gute zimmer, touren zu einer insel in der angara, wo wir einen schicken tag mit baden, sonnen, angeln verbracht habn. dort waren wir auch das erste in der strömung baden. wenn man so ca 10m vom ufer entfernt musste man aufpassen, wo das wasser einen hintreibt. hat aber viel fun gemacht, ohne viel schwimmen im wasser rumzurauschen. dazu habn wir das größte holzverarbeitungscombinat gesehn. auch was nettes.nach kras. kamen wir mit einem “linienbus” 3.5 std busfahrt in einem, zum glück, sehr modernen koreanerbus. nebenbei lief noch so ein actionfilm, der auch gut “1000leichen und eine mehr” im dt. heißen könnte – kgb actionstreifen.
am nöchsten morgen sollte es glaub ich dann uahc gleich wieder nach kysyl, die hauptstadt der autonomen rep. Tuwa, gehen. also hin zum flughafen, von hinten reingeklettert, mit gepäck, in die mini maschine. jak40, wobei 40 auch das baujahr hätte sein können. 24 leute waren drinne. von oben hatte man eine geile ansicht auf tuwa. mondlandschaft, gletscher und steppe. kysyl könnte auch las vegas sein. in der wüste/steppe eine stadt. die leute haben da zu 90% schlitzaugen und sind meist buddisten. dort waren wir dann auch nochmal 3 tage. ohne warmes wasser, wir auch im fischercamp, da gabs neben der sauna (banja), aber nen warmwasser anschluss. also 2 eimer, gleichzeitig übern kopp zum waschen
– die stadt ist ja, komisch. alte holzhütten etc, im winter bis zu -50°C, weil es eher beschissen in einem becken liegt. aber es waren da meist 42°C – in der sonne sicherlich wärmer. haben von dort touren in die steppe, zu einem salzsee gemacht. 20 km straße und nochmal so viel offroad. und das wars wirklich. quer durch die steppe. der salzsee soll salziger sein, als das tote meer, und nja man konnte sich auf die seite legen und blieb oben. buchlesen hätte sicherlich auch aufm wasser geklappt. ab und zu haben wir ein paar auots ausm sand befreit. waren sicherlich an die 8 auots die sich da nacheinander festgefahern hatten, nebenbei hat die sonne extrem stark gebrannt, auf 1000m höhe ist das schon nicht so ungefährlich. am nächsten tag haben wir dann eine “rafting” tour gemacht. also es war eher, sich in ein 2x2mann schlauchboot setzen und treiben lassen trip. 40 oder 50km den bi-chem runter. in nur 4-5 stunden. war auch was tolels. denn die strömung war so stark, dass man eigentlich nur lenken musste. den abend haben wir dann i d nähe vom kysyl( geografischer mittelpunkt von asien) in einem jurtencamp verbracht. mit shamanengesang etc. schon interessant. dann gings mit einer übernachtung in schuschenskoje wieder nach kras.. haben noch ein stausee besichtet. den 5.größten der welt. leider haben es die veranstalter nicht hinbekommen, dass wir reinkonnte. haben uns dann den stellv. chefing. rausgebttelt, der uns einiges erzählt hat. das hotel in schuschenskoje, war, naja, bäääh. in dem verbannungsort von lenin war ja nichts anderes zu erwarten. aber hm. bei 30°c im zimmer, die man ja schon aus kysyl gewohnt war, schlief es sich trotzdem, das bad habe ich nicht betreten, war mich dann unten im fluss waschen. die autofahrt aber war sehr interessant, steppe, taiga, sonne, schnee, eine menge gesehn. nette leute noch kennengelernt, wo wir gegessen haben. genial. riesen buffet und lecker. mhh. von abakan, ging es dann mit dem “nachtzug” nach kras. auch eine erfahrung, aber einmal reicht. man wird um 4h, 2 std vor ankunft geweckt, hehe. naja…:D russisch halt. in kras waren wir dann noch in den bergen. also vor vielen millionen jahren war da ein meer, wo durch nen hotspot und wahrscheinlich auhc seafloorspreading, lava ausgespuckt wurde und was durch wasser so geformt wurde, das wir, ähnlich wie im elbsandsteingeb. steingebilde vorfinden. war richtig spannend da. durch den wald und durchs gebüch, über die steine, auf die berge, geklettert. herrlich, der ausblick von da oben. einsame spitze. danach gings dann am nächsten tag um 4h früh raus, wo in deutshcland die meisten noch wach sind (22h), über moskau mit langem aufenthalt ging es dann wieder nach berlin.
toller trip. einmal reicht. aber tolle sache. unvergessliche bilder, geniale, wunderbare landschaft, meiste totaaal nette leute.
doch russland ist russland. faule leute, einige nicht vertrauenswürdig, und nja..russen halt. andere länder andere sitten